Angehörige

Weil durch eine Straftat vielfach auch Personen aus dem Umfeld des Opfers schwer betroffen sind - Angehörige eines Opfers eines Tötungsdelikts oder der Mann einer Frau, die vergewaltigt wurde - werden auch den Angehörigen des Opfers bestimmte Rechte eingeräumt.

Im Bereich der Beratungshilfe werden Ehepartner, Kinder und Eltern und andere dem Opfer nahestehende Personen diesem vollumfänglich gleichgestellt. Dazu gehören auch mit dem Opfer im Konkubinat lebende Personen und eingetragene Partner.

So kann sich etwa die Mutter eines sexuell missbrauchten Kindes von einer Beratungsstelle helfen lassen. 

Unter Umständen haben weitere Personen Anspruch auf Beratungshilfe, wenn sie über eine besonders intensive Bindung zum Opfer verfügen. Auch ein intensiver freundschaftlicher Kontakt kann massgeblich für die Anerkennung als dem Opfer gleichgestellte Person sein. Die Bindung ist im Einzelfall nachzuweisen.

Einen Entschädigungs- und Genugtuungsanspruch haben Angehörige jedoch nur in eingeschränktem Umfang.