Haushalts- & Betreuungshilfe

Im Rahmen der Soforthilfe und der längerfristigen Hilfe können die Beratungsstellen den betroffenen Opfern wenn und soweit nötig Hilfspersonen zur Unterstützung in der Haushaltführung und zur Betreuung bzw. Pflege vermitteln (z.B. Spitex).

Für die Unterstützung im Haushalt und in der Pflege/Betreuung können nur dann finanzielle Leistungen erbracht werden, wenn die Hilfe für das Opfer auch üblicherweise, d.h. ohne Leistungen der Opferhilfe kostenpflichtig ist. Für Hilfeleistungen von Angehörigen, Freunden, Nachbarinnen usw. die im Rahmen familienrechtlicher Unterstützungspflichten, resp. sozialer Gepflogenheiten regelmässig unentgeltlich erbracht werden, richtet die Opferhilfe keine Leistungen aus. Kosten, die der Hilfe leistenden Person bzw. dem Opfer im Zusammenhang mit der unentgeltlichen Hilfe entstehen, können in angemessenem Umfang übernommen werden (z.B. Fahrkosten).

Leistungen der Opferhilfe können auch dann erfolgen, wenn die betreuende Person ihre Erwerbstätigkeit deswegen reduziert. Es können jedoch maximal im Umfang der Kosten einer externen Hilfe (Spitex etc.) Leistungen erbracht werden.

Ist das Opfer bleibend beeinträchtigt und benötigt auch nach Stabilisierung des Gesundheitszustandes Hilfe bei der Haushaltsführung, so werden entsprechende Kosten einer Haushaltshilfe, bzw. der Schaden infolge Reduktion der Erwerbstätigkeit, unter dem Titel der Entschädigung vergütet.